Vilotel

Neubauprojekt Hotel am Rathaus Oberkochen

Studie / 2014

Planung / 2015 – 2017

Fertigstellung / 2018

Bauherr / InvestCo

BGF / 4000 m²

 

Innenausbau / GEPLAN DESIGN, Stuttgart

Tragwerk / str.ucture, Stuttgart

Energieplaner / Transsolar, Stuttgart

Bauphysik / Cape, Schwäbisch Hall / Esslingen

Licht / Uli Jetzt, Stuttgart

Haustechnik / ZWP, Stuttgart

Landschaft / Volker Stauch, Schorndorf

Brandschutz / Werner Prokoph, Schwäbisch Hall

Bilder Zimmer, Technikelemente / Anja Thierfelder, Stuttgart

Außenbilder, Garage und Treppe / arch22

Oberkochen ist eine Stadt mit 8.000 Einwohnern im Ostalbkreis zwischen Aalen und Heidenheim und Standort der Firma Carl-Zeiss.

Das neue Vilotel, direkt im Anschluss an das Rathaus Oberkochen und den Bürgersaal am Egon-Bolz-Platz gelegen ersetzt ein Vorgängergebäude aus den 1960er Jahren, das weder baurechtlichen Anforderungen noch den Ansprüchen der Gäste gerecht wurde.
Mit dem Neubau ist ein komfortables Hotel für Geschäftsreisende aus aller Welt entstanden, das darüber hinaus an Wochenenden auch viele Privatreisende anzieht. Das neue Hotel bietet Platz für 72 Zimmer, zwei Suiten, einen Spa-Bereich mit Dachterrasse, ein Restaurant sowie eine Tiefgarage mit Elektro-Tanksäulen.

Städtebaulich komplettiert der klare Baukörper das Ensemble aus Rathausturm und flachem Bürgersaal, die einige Jahre zuvor hochwertig saniert worden waren. Der Egon-Bolzplatz wird räumlich zum Hangseite geschlossen und durch die Hotelterrasse belebt.

Die fußläufige, barrierefreie Erschließung des Hotels und Restaurants erfolgt über den nicht befahrbaren Egon-Bolz-Platz. Als Zufahrt in die neue Garage unter dem Hotel dient die bestehende Einfahrt östlich des Rathauses. Die Tiefgarage ist weitgehend offen. Vor dem mit Bohrpfählen gesicherten Hang gelangt Tageslicht hinein.

Im EG befinden sich Restaurant, Küche, Büros, Nebenräume sowie die Technikzentrale. Durch Servicegänge und einen Lastenaufzug ist die Küche mit den beiden Niveaus des Bürgersaals, der vom Hotel aus bewirtet wird.

Vier verschiedene Zimmertypen sind auf drei Geschossen verteilt und werden über ein natürlich belichtetes Treppenhaus und einen Aufzug erschlossen. Im zurückspringenden Penthouse befinden sich zwei Suiten, ein Fitness- sowie ein Spa-Bereich, denen Terrassen zugeordnet sind.

Alle Zimmer haben offene Bäder, die die wirtschaftlich geschnittenen Räume großzügiger wirken lassen. Ein besonderes Element sind die tiefen Holzrahmen um die quadratischen Fenster, die als Sitzgelegenheit, Garderobe und Ablage genutzt werden.
Die Decke ist in Sichtbeton gehalten und steht im Kontrast zu der wohnlichen Einrichtung. Physikalische Formeln sind als Betonprints auf die Decke aufgebracht.

Die ruhige Lochfassade ist zum Platz hin mit weißen HPL-Platten verkleidet – die Fenster kontrastreich mit Aluminiumblechen gerahmt. Ein Vordach zum Platz erzeugt ausreichend Schatten für die großzügige Restaurant-Terrasse und gliedert den Kubus. Das Penthaus springt dunkel zurück und ist vom Egon-Bolzplatz kaum wahrnehmbar.

Das Gebäude wird mittels Geothermie gekühlt und zu einem großen Anteil beheizt. Den Zimmern wird durch gedämmte Strömungslüfter in der Fassade kontrolliert Außenluft zugeführt. Gekühlt wird durch in der Wandverkleidung integrierte Graviventen, die hier erstmals in einem deutschen Hotel zum Einsatz kommen.
Die Zimmer nach Westen und Süden werden durch einen außenliegenden Sonnenschutz verschattet, die anderen Seiten haben eine Sonnenschutzverglasung. Alle Fenster sind 3-fachverglast, was zum Komfort entscheidend beiträgt.

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